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Isis verlässt Fischereihafen

Veröffentlicht: 24.06.2010

Fast 18 Monate lag das unter maltesischer Flagge fahrende Kühlschiff der estnischen Reederei Evir Shipping Company im Rostocker Fracht- und Fischereihafen. Beginnend mit einem Löschboykot der Crew wurde auf offene Heuerzahlungen hingewiesen. Die ITF (Internationale Transportarbeiterföderation) erwirkte über das Rostocker Arbeitsgericht einen Arrest zugunsten der Seeleute. Damit begannen die Probleme für die Schiffsmaklerei Baltic Shipping Agency und die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH.

Der blockierte Liegeplatz, die Betreuung der Seeleute und die durch das festliegende Schiff erzeugten Geräusche und Abgase des laufenden Dieselmotors zur Stromerzeugung brachten auch die umliegenden Mieter und Anwohner aus Gehlsdorf zur Verzweiflung.

Einen besonderen Dank möchte die RFH GmbH an dieser Stelle der immer zur Seite stehenden Schiffsmaklerei und dem Hafenkapitän Herrn Ruhnke aussprechen. Nach Aufhebung des ersten Arrest folgte ein zweiter auf Grund ausstehender Bunkerkosten. Ein Ende der Liegezeit war wieder nicht in Sicht. Möglichkeiten das Schiff zu versteigern oder gar zu verschrotten wurden geprüft als erneut Bewegung in das Geschehen kam.

Ein estnisches Unternehmen managte nunmehr die Betreuung des Kühlschiffes. Nach einem Vergleich mit der RFH GmbH der Schiffsmaklerei und einem Auftrag an das Unternehmen Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard G.m.b.H. wurde das nunmehr freigegebene Schiff am 13. Mai nach Rotterdam geschleppt.