Start > RFH Aktuell > Archiv > Wrackbergung im RFH

Wrackbergung im Rostocker Fischereihafen

Veröffentlicht: 12.04.2010

Anfang Oktober 2009 sank am Liegeplatz 2 im "Alten Hafenbecken" des Rostocker Fischereihafens der ehemalige Fischkutter "FREIHEIT". Dieser war zuletzt als Verkaufskutter in Warnemünde am Alten Strom im Einsatz. Nach sofort eingeleiteten Umweltschutzmaßnahmen, wie Ölsperren, wurde nach einer geeigneten und kostengünstigen Bergungsvariante gesucht.

Aufgrund des extrem schlechten Zustandes des Kutters bestand auch die Gefahr des Auseinanderbrechens bei einer Komplettbergung. Nach Abstimmung mit den Eignern fand das Konzept des Rostocker Fracht- und Fischereihafens gemeinsam mit den erfahrenen Tauchern der Firmen Andreas Ihle und Fred Babbel Zustimmung. Dies beinhaltete den Kutter unter Wasser in Teilstücke zu zersägen und in Einzelteilen mittels Krantechnik zu bergen. Dieses Konzept bedeutete den totalen Verlust des Kutters, war aber deutlich die beste Lösung, da auf Grund der geringen Belastbarkeit der Kaianlage nur der Einsatz von überdimensionierter Technik bzw. eines Schwimmkranes erforderlich gewesen wäre. Die Kosten hierfür waren nicht finanzierbar. Die Bergung begann am 27.Oktober und konnte am 2.November erfolgreich abgeschlossen werden.