Erfolg: Fast eine Million Tonnen Güter 2025 umgeschlagen

Mit einem Güterumschlag von 951.000 Tonnen hat der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) das Jahr 2025 mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr (880.000 Tonnen) abgeschlossen. Zur Erfolgsbilanz hat insbesondere ein deutlicher Zuwachs beim Umschlag von Holz und technischem Harnstoff im 4. Quartal 2025 beigetragen. „Trotz widriger geopolitischer Rahmenbedingungen haben wir ein zufriedenstellendes Ergebnis im zurückliegenden Jahr erzielt“, kommentiert RFH-Geschäftsführer Steffen Knispel. „Einmal mehr haben sich unsere langfristigen Geschäftsbeziehungen und die gute Kooperation mit allen Partnern als Garant des Erfolges erwiesen.“

Holz und Düngemittel waren 2025 erneut die Hauptgutarten. So gingen rund 472.000 Tonnen Rundholz und Holzhackschnitzel (2024: 385.000 Tonnen) über die Kaikante. Bei Düngemitteln wurde ein Ergebnis von 374.000 Tonnen (2024: 315.000 Tonnen) verbucht. Diese Mengen fallen umso mehr ins Gewicht, „gehören Holz und Düngemittel doch zu den Gütern, die im internationalen Handel in besonderer Weise von Preisentwicklungen, von der konjunkturellen Marktlage und nicht zuletzt vom Wettergeschehen abhängig sind“, betont der RFH-Geschäftsführer. Im Düngemittel-Umschlag gelang es dem RFH, mit technischem Harnstoff eine weitere spezielle Gutart hinzuzugewinnen. Technischer Harnstoff wird vorrangig in der Holzindustrie zur Herstellung von Klebstoffen verwendet.

Um sich für ein steigendes Umschlagsvolumen unter anderem durch die Abfertigung größerer Schiffe zu wappnen, plant der RFH die Anschaffung von neuer Krantechnik mit größeren Auslegern. Im zweitgrößten Rostocker Hafen können Frachtschiffe bis zu einer Länge von 180 Metern festmachen. Im Jahr 2025 hat es insgesamt 237 Anläufe von Schiffen gegeben, die im RFH ent- bzw. beladen wurden. Investitionsmittel in Höhe von rund 850.000 Euro fließen im neuen Jahr 2026 zudem in die umfassende Modernisierung der Tiefkühl-Leichtbauhalle, die der RFH neben dem Kühlhaus betreibt. Die Kälteanlage wird erneuert und die Tiefkühl-Leichtbauhalle mit einer neuen Ent- und Verladeschleuse ausgestattet.

Im vergangenen Jahr 2025 hatte das Hauptaugenmerk bei Investitionen auf der Ertüchtigung des hafeneigenen Schienennetzes, auf der Modernisierung von Gewerbeimmobilien sowie auf der weiteren Digitalisierung der Betriebsabläufe gelegen.  Beispielsweise ist damit begonnen worden, ein CRM-System (Customer-Relationship-Management) und eine Software für Technisches Objektmanagement zu implementieren, um die Prozesse im Marketing und Vertrieb sowie in der Instandhaltung von Gebäuden und Maschinen weiter zu optimieren.

Zu den langfristigen und kontinuierlichen Aufgaben gehört der Erhalt und die Modernisierung der Hafeninfrastruktur. „Als Hafen erfüllen wir eine essenzielle Versorgungsfunktion in der Gesellschaft. Um diese im Hinblick auf die veränderten sicherheits- und energiepolitischen Bedingungen aufrechterhalten zu können, ist der Staat gefordert, deutlich mehr finanzielle Unterstützung zu leisten. Der RFH wie auch andere Häfen sind anderenfalls mit den für eine leistungsfähige Hafeninfrastruktur nötigen Investitionen überfordert“, wirbt Steffen Knispel dafür, die Belange der Häfen stärker in den Fokus der Landes- und Bundespolitik zu rücken.

Im RFH gab es 2025 insgesamt 237 Anläufe von Schiffen, die ent- bzw. beladen wurden. Bild: RFH/Schwandt

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